Am Bereich Volkskunde/Kulturanthropologie des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV) ist das von September 2025 bis August 2028 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt „Alle fotografieren? Amateur- und Alltagsfotografie als Ausstellungsprojekt“ angesiedelt.
Das ISGV in Dresden ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit einem volkskundlich-kulturanthropologischen und einem landesgeschichtlichen Arbeitsschwerpunkt. Es wurde 1997 gegründet. Aufgrund der langen Tradition des Fachs Volkskunde in Sachsen verfügt das ISGV über eine historisch gewachsene Bibliothek, zahlreiche Sammlungen und Nachlässe sowie ein Bildarchiv.
Mitantragssteller des DFG-Projekts ist das Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Georg-August-Universität Göttingen. Einer der Lehr- und Forschungsschwerpunkte des Instituts liegt im Bereich der visuellen Anthropologie, die sich neben der Analyse visueller Kultur auch mit der Nutzung visueller und audio-visueller Formate als Medien der Repräsentation auseinandersetzt.
Der Fotoclub „Freiberger Fotofreunde“, gegründet 1950, vereint Hobby- und Berufsfotografen, die seit über 70 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Freiberger Kulturszene leisten. Eine Vielzahl von stets gut besuchten Ausstellungen, Herausgabe oder Mitarbeit an einer erstaunlich umfangreichen Kollektion von Büchern, Broschüren, Ansichtskarten, Dokumentationen und Presseveröffentlichungen trugen ihren Ruf weit über die Grenzen der Bergstadt Freiberg hinaus. Sie standen im Fokus des DFG-Projekts „Bildsehen/Bildhandeln“, dessen Ergebnisse das aktuelle Projekt erweitern und in drei Ausstellungen transferieren wird.
Der Fotoclub „UNIFOK Jena e. V.“, gegründet 1962, war ursprünglich der Fotozirkel der lokalen Hochschulgruppe des Kulturbundes. Seit 1996 ist die Gruppe ein eingetragener Verein und Mitglied im Thüringer Landesverband der Gesellschaft für Fotografie e. V. Im Mittelpunkt der vor allem lokal ausgerichteten Fotoarbeit des Jenaer Clubs stehen gemeinsames Austauschen und regelmäßige Ausstellungen, zum Beispiel in der Einkaufspassage Goethegalerie in Jena, und begleitende Publikationen.
Die Technischen Sammlungen Dresden (Träger: Stadt Dresden), gegründet 1966, sind das Technikmuseum und Science Center der Stadt Dresden, untergebracht in den ehemaligen Ernemann-Kamerawerken. Das Museum ist dem Ort als ehemaligem optischem Industriebetrieb und der „Kamerastadt Dresden“ verpflichtet. Es hat einen technikhistorischen Schwerpunkt ausgebildet und verfügt zudem über einen großen fotografischen Bestand. Die Ausstellungen konzentrieren sich auf Technikgeschichte, aktuelle Wissenschaft sowie Fotografie und Film.
Das Stadtmuseum Jena (Träger: Stadt Jena), gegründet 1901, ist der Stadtgeschichte Jenas verpflichtet. Seit vielen Jahren werden Fotoausstellungen mit lokalhistorischen Bezügen kuratiert. Das Museum kann dafür auf seine Sammlung, aber auch auf bestehende Kontakte zum am Produktionsstandort in Jena verorteten Carl-Zeiss-Archiv sowie zu Amateurfotograf:innen und freiberuflichen Fotograf:innen zurückgreifen.
Das LWL-Museum Henrichshütte in Hattingen (Träger: Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL) befindet sich auf dem Gelände eines 1987 geschlossenen Werks zur Eisen- und Stahlverhüttung. Das 1989 gegründete Museum widmet sich der Technik- und Sozialgeschichte wie der Werksgeschichte, auch in Zusammenarbeit mit Zeitzeug:innen. In den letzten Jahren entwickelte es sich zu einem bedeutenden Standort für Fotoausstellungen. Das Haus verfügt über keinen eigenen Fotobestand, ist jedoch an das LWL-Medienzentrum für Westfalen in Münster sowie weitere LWL-Museen angebunden. Zur in Hattingen aktiven Fotogruppe-Welper besteht bereits ein langjähriger Kontakt.
