Tür 24
Wenn man sich zu Weihnachten im Familienkreis trifft, um gemeinsam das hohe Fest zu begehen und das Jahresende einzuläuten, wird viel geredet, gegessen, geschenkt – und gespielt. In Deutschland erfreuen sich vor allem Brettspiele traditionell hoher Beliebtheit, wie nicht zuletzt die Verkaufszahlen in der Adventszeit zeigen. Trotz des seit vielen Jahren stark wachsenden Marktes der digitalen Spiele, ist das analoge Brettspiel weiterhin ein beliebter Zeitvertreib. Heute finden sich Spiele für jeden Geschmack, vom einfachen Kinder- bis hin zum hochkomplexen Strategiespiel. Seit diesem Jahr steht die Brettspielkultur in Deutschland auf der Bundesweiten Liste des Immateriellen Kulturerbes.

Dieser kulturellen Bedeutung entsprechend, befassen sich auch wissenschaftliche Institutionen mit Brettspielen oder legen – wie die SLUB Dresden – Spielesammlungen an. Ist das Spielen einerseits ein fesselnder oder entspannender Zeitvertreib, so steht dahinter zugleich ein ganzes Bündel von sozialen Mustern des Miteinanders: das Ausprobieren und Einhalten von Regeln, die friedliche Konkurrenz, das Mitdenken und Einfühlen. Durch Spielen wird gelernt und Gemeinschaft gefördert – im Idealfall nicht nur zu Weihnachten. Und kaum eine andere Kulturform des Immateriellen Kulturerbes dürfte eine so große Trägergruppe haben wie das Brettspiel!




Sönke Friedreich
OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Gast (24. Dezember 2025). Brettspiele spielen – Brettspielkultur in Deutschland. Bildsehen / Bildhandeln. Abgerufen am 9. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/15exu
