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Bauhüttenwesen

Tür 17

Anhand von (Dom-)Bauhütten sieht man, wie alt Kulturformen sein können und wie lange die Arbeit ihrer Träger überdauert. Das Können der Baumeister, Steinmetze und Gesellen geht bis ins Mittelalter zurück. Kathedralen und Großkirchen wie der Kölner Dom und das Ulmer Münster sind durch spezialisiertes Wissen entstanden, das bis heute weitergegeben wird. Heute vor fünf Jahren wurde das Bauhüttenwesen in das Internationale Register guter Praxisbeispiele der UNESCO eingetragen. Europaweit stehen die Vertreterinnen und Vertreter dieser Kulturform bis heute in regem Austausch, bewahren ihr Fachwissen und ihre Techniken, entwickeln sie und geben sie an künftige Genrationen weiter. Der bereits 1975 gegründete und europaweit agierende Verein Dombaumeister e. V. fördert darüber hinaus den Austausch von Erfahrungen und Entwicklungen.

Zwingerbauhütte, Foto: Sigfried Wagner, 2024.

Mit der Zwingerbauhütte hat auch Sachsen eine von den insgesamt 18 Bauhütten in Europa. Alleinstellungsmerkmal ist, dass sie die einzige ist, die ein profanes Bauwerk instand hält. Steinmetz:innen, Bildhauer:innen, Restaurator:innen, usw. sind mit ständiger Wartung und Pflege des Zwingers beschäftigt. Dem Nachwuchs wird das Handwerk durch ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege an einer der sog. Jugendbauhütte schmackhaft gemacht.

Claudia Dietze


OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Gast (17. Dezember 2025). Bauhüttenwesen. Bildsehen / Bildhandeln. Abgerufen am 10. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/15d5e


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