Tür 11
Zu den bekannten Bräuchen in der Adventszeit zählen neben dem Aufstellen von Lichterbögen und Adventskränzen oder dem Öffnen des Adventskalenders auch das Singen und Spielen von Adventsliedern. Die christlichen Lieder oder adventlichen Volkslieder erklingen in Kirchen, auf Weihnachtsmärkten, in Konzert- und Opernhäusern, in Funk und Fernsehen und natürlich im familiären Kreis. Unverzichtbar dabei sind Instrumente wie Gitarre, Violine, Flöte, Trompete oder Klavier. Dabei ist es nicht unwahrscheinlich, dass das ein oder andere Instrument aus einer der Instrumentenbauwerkstätten in der Region um Markneukirchen stammt. Im sogenannten Vogtländischen Musikwinkel werden seit mehr als 350 Jahren Streich-, Zupf-, Holzblas-, Metallblas-, Schlag- und Harmonikainstrumente gefertigt. 2014 wurde die Kulturform ins Bundeweite Verzeichnis für Immaterielles Kulturerbe aufgenommen. In über 100 Werkstätten, die zum Teil eine lange Familientradition aufweisen, werden hochwertige Instrumente von Hand gefertigt. Der Beruf ist aber kein rein handwerklicher; das Interesse am eigenen Spiel des Instruments, am Austausch mit Musikerinnen und Musikern und ein ständiges Lernen, Austauschen und Beobachten sind charakteristisch.





Wer sich nicht selbst am Instrument versuchen möchte, aber dennoch Interesse für Instrumente und ihre Herstellung hat, dem sei ein Ausflug ins Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen oder ins Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig im GRASSI ans Herz gelegt.
Claudia Dietze
OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Gast (11. Dezember 2025). Vogtländischer Musikinstrumentenbau in Markneukirchen und Umgebung. Bildsehen / Bildhandeln. Abgerufen am 9. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/15bmr
