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Revitalisierung synagogaler Chormusik des 19. und 20. Jahrhunderts Mittel- und Osteuropas

Tür 14

Heute wird in Chemnitz das Themenjahr Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 eröffnet: mit dem feierlichen Entzünden der ersten Kerze an der Chanukkia, literarischen Beiträgen und musikalischer Rahmung, unter anderem durch den Leipziger Synagogalchor. Der Chor wurde 1962 von dem jüdischen Kantor Werner Sander gegründet, um die nach der Shoa weitestgehend verlorengegangene synagogale Chormusik sowie jiddische und hebräische Lieder wieder aufführen zu können.

Auftritt des Leipziger Synagogalchors im Ariowitsch-Haus Leipzig, 2020, Foto: Küf Kaufmann.

Wissenswert ist, dass die Sänger und Sängerinnen selbst nicht jüdischen Glaubens sind, vielmehr geht es darum, mit Auftritten in Gottesdiensten, aber auch bei öffentlichen Konzerten sowie Projekten und Konzertreisen im In- und Ausland das Repertoire jüdischer Komponisten erlebbar zu machen, unter anderem in Tschechien, Spanien, Schweden und Brasilien. In diesem Jahr führte die Konzertreise zum European Jewish Choral Festival nach Paris. Vernetzung spielt dabei eine große Rolle. Deshalb ist der Leipziger Synagogalchor mit seiner Pflege und Revitalisierung synagogaler Chormusik auch als sogenanntes Gute-Praxis-Beispiel im Bundesweiten Verzeichnis für Immaterielles Kulturerbe gelistet.

Antje Reppe


OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Gast (14. Dezember 2025). Revitalisierung synagogaler Chormusik des 19. und 20. Jahrhunderts Mittel- und Osteuropas. Bildsehen / Bildhandeln. Abgerufen am 9. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/15ccn


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