Tür 8
Jährlich um den 24. August herum findet in der Oberlausitzer Kleinstadt Kamenz das Kamenzer Forstfest statt – eine lokale Traditionsveranstaltung, die es 2021 sogar in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes geschafft hat. Im Mittelpunkt der einwöchigen Festwoche stehen der Ein- und Auszug der Kamenzer Schülerinnen und Schüler, die in weißer Kleidung und mit Schärpen begleitet von Fahnengruppen, Spielmannszügen und Blaskapellen durch die mit Blumen, Wimpeln und Tannenzweigen geschmückte Kamenzer Innenstadt ziehen.



Der früheste Beleg für das Kamenzer Forstfest, das seinem Namen vom Wäldchen, der das Ziel des Umzugs war, hat, reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Aus dem 18. Jahrhundert sind erstmals Informationen zur Ausgestaltung und zum Datum des Forstfestes um den 24. August herum überliefert. Ab 1830 durften erstmals auch Mädchen der Kamenzer Bürgerschule am Auszug in den Forst teilnehmen. Das Forstfest hat in den letzten 300 Jahren eigene Lieder und Traditionen hervorgebracht. Es fand bis auf wenige kriegsbedingte Unterbrechungen regelmäßig statt. Heute wird es von durchschnittlich 50.000 Besucherinnen und Besuchern frequentiert. Es ist ein Gemeinschaftswerk vieler, die in Fördervereinen, im Forstfestkomitee und an den Schulen daran mitarbeiten. Auch die Oberlausitzer Sorben sind sichtbarer und aktiver Teil des Forstfestes. Grenzüberschreitend verbindend wirkt die Zusammenarbeit mit Kamenzer Partnerstädten in Polen und Tschechien.




Dörthe Schimke
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Gast (8. Dezember 2025). Kamenzer Forstfest. Bildsehen / Bildhandeln. Abgerufen am 9. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/15anx

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