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Festtage wie der 24. Dezember und die sich daran anschließenden Weihnachtsfeiertage geben Anlass, sich in großer Familien- oder Freundesrunde zu treffen und gemeinsam zu kochen und zu essen. Nicht selten werden dafür ein besonderes Gedeck aus dem Schrank geholt, das Silberbesteck geputzt und Stoffservietten gefaltet. Auf der festlich geschmückten Tafel befinden sich dann Porzellanteller, -tassen und -schalen mit oder ohne Goldrand, klassisch mit Zwiebel- oder Streublümchenmuster, mit Motiven aus Flora und Fauna oder mit grafischen Mustern.
Seit Jahrhunderten werden Gebrauchsgegenstände aber auch Zierobjekte von Porzellanmalerinnen und -malern mit Dekoren und Farben verschönert. Sie erfüllen ein Objekt mitunter erst mit Leben, verleihen ihm Ausdruck.


2016 wurde die Handwerkskunst Porzellanmalerei in das Bundesweite Verzeichnis für Immaterielles Kulturerbe aufgenommen. Bereits seit dem 18. Jahrhundert gibt es die drei Manufakturen, die die Kulturform heute noch repräsentieren: die Königliche Porzellan Manufaktur Nymphenburg in Bayern, die Königliche Porzellan-Manufaktur (KPM) in Berlin und die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen in Sachsen. In der Ausbildung werden das Wissen über Farbzusammensetzungen und verschiedene Maltechniken vermittelt.
Einen Einblick in vergangene Dekore und Formen der Porzellan-Manufaktur Meissen bietet die aktuelle Ausstellung „Die blauen Schwerter“ im Japanischen Palais der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Besondere Stücke aus privaten Haushalten und ihre Geschichten dazu können in der online-Ausstellung „wanted“ bestaunt werden.



Claudia Dietze
OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Gast (2. Dezember 2025). Porzellanmalerei. Bildsehen / Bildhandeln. Abgerufen am 9. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/159ab
