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Dresden, Große Meißner Straße 6

von Philipp Max Eller

Das zerstörte Dresden ist zum Sinnbild für den Luftkrieg in Deutschland geworden. In Dresden selbst gehören die Luftangriffe mittlerweile zu den grundlegenden Bausteinen der städtischen Identität wie August der Starke und die Semperoper. Die Erinnerung an die Zerstörung und die Debatten über das Gedenken daran haben sich schon lange auf ein einziges Datum verengt – den 13. Februar. Die Angriffe in der Nacht vom 13. Februar 1945 waren zwar die schlimmsten für die Stadt, aber weder die ersten noch die letzten. Die Luftangriffe und Zerstörungen wirkten weit länger als nur diese eine Nacht, auch noch, als die Feuer längst gelöscht und die Leichen geborgen waren. Die Folgen der Bombardierung dominierten das Bild der Innenstadt auf Jahrzehnte, erst durch Ruinen, später, nach der Beräumung, durch die vielen Brachflächen. Neben den zahlreichen kulturhistorisch wertvollen Bauten fielen den Bomben tausende Wohnhäuser zum Opfer. Diese Gebäude werden bis heute meist nur statistisch aufgezählt: als Verlust an Wohnungen, die dann in der Nachkriegszeit und der DDR notorisch knapp waren. Diese Häuser waren aber für ihre Bewohner emotionale Orte. Sie waren das Zuhause der Familie, der Ort der Kindheit, Schauplatz von Festen, Ehestreits und vielem mehr. Und obwohl die Mauerreste, die der Krieg übriggelassen hatte, bald verschwunden waren, blieben diese Orte für viele Dresdnerinnen und Dresdner wichtig.

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Partizipatives Blog-Projekt über „Alltag in der Krise“

Wie Alltag in der Krise aussieht, wie sich Routinen und Ordnungen verändern und wie es gelingen kann, die mit der aktuellen Situation verbundenen Herausforderungen zu bewältigen, ist das Thema eines von Freiburger Studierenden initiierten kulturwissenschaftlichen Blog-Projektes. Mit ihren philosophischen, analytischen bis humorvoll essayistischen Beiträgen zur gegenwärtigen Situation und einer Fotogalerie (!) laden die Autor*innen zum Mitmachen ein.

Zum Blog-Projekt geht es hier –> https://alltaginderkrise.org/  <–

„Focus Evelyn Richter“ – Impressionen eines Ausstellungsbesuches

Evelyn Richter zählt zu den bedeutendsten Fotografinnen Deutschlands. Anlässlich ihres 90. Geburtstages zeigen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) derzeit im Albertinum eine kleine Retrospektive ihres Werks. Für die Mitarbeiter*innen des ISGV war dies ein willkommener Anlass, sich die in 40 ausgewählten Arbeiten präsentierte Rückschau einmal anzusehen.

Museumsfoyer Albertinum, Dresden (Aufnahme: Nadine Kulbe)

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Jena 1989 revisited

Jena 1989 revisited ist ein Lehrforschungsprojekt am Seminar für Volkskunde/Kulturgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Kooperation mit dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde. Die Studierenden näherten sich dem Thema “Wende 1989” in Jena anhand von Interviews, Archivquellen und Fotografien. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind nun online zu sehen. Sie betrachten Veränderungen, Verlorenes und Neugewonnenes in Alltag und Kultur der Stadt: https://www.isgv.de/jena1989rev